„Denke nach, bevor Du Dir ein Tattoo (inklusive Permanten-make-up) stechen lässt.“

Nach bisherigen Erhebungen sind ca. 25 % der Erwachsenen und im Alter von 20-29 Jahren gar 50 % der Menschen tätowiert.
Mit der seit 2010 immens gewachsenen Zahl tätowierter Menschen werden immer mehr Menschen in Arztpraxen wegen Nebenwirkungen oder dem Wunsch nach Entfernung vorstellig. Medizinische Langzeitfolgen sind bislang offene Fragen.
Akut sind allergische Reaktionen und Granulome, Infektionen, veränderte Impfreaktionen, ein erhöhtes Hautkrebs- und Lymphom-Risiko bekannt, sowie bei stark tätowierten Menschen die Schweißdrüsen zerstört sein können.

Rund 50 % der Tätowierungen sind schwarz; es folgen rot 14 %, blau 10 %, grün 9 % und gelb 8 %, während weiße Tattoos noch selten sind, aber modern werden.
Seit 2022 sind Tattoofarben zwar durch REACH (Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) reguliert, so dass seitdem einige Farbstoffen verboten und Grenzwerte herabgesetzt sind; dennoch sind tausende von Chemikalien in Tattoo-Farben und in Permanent-make-up mit unbekannten Inhaltsstoffen und Mischungen auf dem Markt. Bis zu 20 % der Tinten sind kontaminiert; in 1-5 % der Fälle muss nach dem Stechen eines Tattoos mit bakteriellen Infektionen gerechnet werden, wie auch mit der Gefahr einer HIV-Infektion.

Foto: KI-generiert, Quelle: Dt. Ärzteblatt, Jg. 123, Heft 20, 2. 10. 2026, S. A 1186-1190

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