Licht vom Anfang der Welt

Das Stichwort „Sternenfenster“ in einem Veranstaltungskalender klang für Eveline und für mich interessant. Auf der Suche nach einem kurzen Ausflugsziel fanden wir in Dillenburg diesen Begriff, in Zusammenhang mit dem Museum „Villa Grün“. Wir hatten bisher noch nichts davon gehört. Also wurde Dillenburg unser erstes Tagesziel. Das Museum ist ca. 40 Minuten mit dem Auto von Biebertal entfernt.

Villa Grün
Wilhelmsturm

In Dillenburg bei der genannten Adresse mussten wir etwas suchen. Das Gebäude des Museums „Villa Grün“ liegt am Schlossberg, es ist das letzte Gebäude vor dem imposanten Wilhelmsturm. Im Inneren des Gebäudes gibt es Dauerausstellungen zur Industriegeschichte der Stadt sowie mehrere Räume für zweimonatlich wechselnde Sonderausstellungen wie das „Sternenfenster“.

Die Ausstellungshalle
Massen Raum und Zeit sind miteinander verbunden
Die Schwerkraft (Gravitation) wirkt auf das Licht wie eine Linse
Die Bewegung der Himmelskörper erzeugen Gravitationswellen

Die großen Bilddarstellungen und Gerätschaften waren in ihrer Vielfalt beeindruckend. Gezeigt wird die Entwicklung der Astronmie der letzten 400 Jahre, seit Gallileo Gallilei das gerade neu erfundene Fernrohr in den Himmel richtete und bahnbrechende Entdeckungen machte. Seither wurden die Telekope immer weiter verbessert und auch für den normalen Bürger erschwinglich. Auch ich besitze seit einigen Jahren ein solches Teleskop. Bei mehreren Exponaten kann man interaktiv tätig werden, ähnlich wie im Mathematikum in Gießen.

Der Besuch dieser Ausstellung hat wieder einen Impuls bei mir ausgelöst, mein Wissen um das Universum zu erweitern. Und ein spezielles Thema der Ausstellung hat mich eine neue Erkenntnis gewinnen lassen: Was hat es mit den „Gravitationswellen“ auf sich? Das klingt furchtbar wissenschaftlich, muss es aber gar nicht sein, wie die Ausstellung beweist.
Und dann ist natürlich die Sonne im Mittelpunkt der Ausstellung. Wir erleben ja immer wieder Sonnenfinsternisse, so am 12. August 2026. Und bereits sehr früh hat man gesehen, dass auf der Sonne Flecken entstanden sind und wieder verschwanden: Die Sonnenflecken.

Die Sonnenflecken haben Auswirkungen bis auf unsere Erde:

Die Sonnenflecken sind für die Funkübertragungen auf der Erde von besonderer Bedeutung. Als es noch nicht das Internet gab und die Fernsehsendungen noch über die Funkmasten ausgestrahlt wurden, gab es immer wieder Störungen durch Geisterbilder. Meist kamen die Bilder von störenden Sendern aus dem Osten. Das lag aber mehr daran, dass weiter im Westen der Atlantik liegt und damit keine anderen Fernsehsender existierten.
Diese damals zu erlebenden „Geisterbilder“ auf dem Fernsehbild werden aber bis heute auf ganz andere Weise genutzt: Beim Amateurfunk.

Was beim Fernsehen nicht erwünscht ist, nämlich die Überreichweiten der Funksignale, wird beim Amateurfunk geradezu gewünscht. In diesem Jahr 2026 gibt es sehr viele Sonnenflecken und damit Überreichweiten, weil die Sonne sehr aktiv ist. Und das bedeutet, das man auch mit kleinen Sendeleistungen sowohl Amerika, Afrika, Japan oder Austalien per Funk erreichen kann. Diese Kontinente habe ich bereits mit einer Sendeleistung von 100 Watt erreichen können. Natürlich nicht zu jedem Zeitpunkt wie beim Internet mit Kabel, aber mit eigener Sendetechnik.

Von der Sonne zum ganzen Universum: Auch hierüber gibt es Bilder und Beschreibungen.

Die Ausstellung wurde von der Astronomie-Stiftung Trebur (Kreis Groß-Gerau) zusammengestellt und im Museum „Villa-Grün“ eröffnet. Bis zum 30. 8. 2026 ist sie dort noch zu besichtigen. Die Eintrittskarte von 4€ für Erwachsenen berechtigt auch zum Eintritt in den Wilhelmsturm.


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